HPV in der Krebsvorsorge – Was Sie wissen sollten

Durch die kontinuierlichen Vorsorgeuntersuchungen konnte die Rate an Gebärmutterkrebs bisher deutlich gesenkt werden. Bekannt ist, dass bei der Entstehung eines Gebärmutterhals-Krebs bestimmte Viren, die Humanen Papillom Viren (HPV) eine entscheidende Rolle spielen. Im jährlichen Turnus lassen Sie im Rahmen der Krebsvorsorge einen Abstrich (PAP-Test) vom Gebärmuttermund und –hals vornehmen. In Ergänzung zum Routine-Abstrich kann zusätzlich untersucht werden, ob bei Ihnen eine Infektion mit HPV besteht, die Ursache für Gebärmutterhals-Krebs.


Was ist HPV?

Es sind mehr als 150 Typen des Humanen Papillom Virus bekannt. Es gibt einige Typen, die z.B. für die Entstehung von Warzen verantwortlich sind und andere, die u.a. bösartige Veränderungen an den Zellen des Muttermundes und der Scheide auslösen können. Diese Typen, insbesondere 16 und 18, bezeichnen wir als high risk HPV.
 HPV sind weit verbreitete Viren, die beim Sex übertragen werden. In über 90% der Fälle sorgt das Immunsystem dann für eine Ausheilung. In ca. 10% bleibt die Infektion im Körper. Von der Infektion sind besonders häufig jüngere Frauen bis 35 Jahre betroffen. Von Zeitpunkt der Infektion bis zur möglichen Krebsbildung vergehen in der Regel viele Jahre.
 

Was geschieht bei einem positiven Testergebnis?

Der Nachweis einer HPV-Infektion bedeutet nicht, dass sich zwangsläufig ein Gebärmutterhals-Krebs entwickelt. Es zeigt eine Risikoerhöhung an. 
Je länger das Virus nachgewiesen wird bzw. je älter die Frau ist, steigt das Risiko. Das Testergebnis gibt nur zusammen mit einem auffälligen Abstrich (PAP-Test) wichtige Hinweise für eine weitere Behandlung. Der Entstehung des Krebses kann nur durch regelmäßige Kontrollen vorgebeugt werden.
 
Sie können sich am meisten Sicherheit geben, indem Sie regelmäßig die Abstrich-Untersuchungen durchführen lassen. Dieser HPV-Test wird nur bei bereits auffälligem Abstrich von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt. Im Rahmen der Vorsorge wird er nach der GOÄ (amtlichen Gebührenordnung für Ärzte) von uns mit 15 € berechnet. 
Dazu kommen die Laborkosten für die Untersuchung (hc2 HPV DNA-Test) von etwa 18 €.
 
Bisher erfolgte die Untersuchung mittels Hybrid Capture 2 HPV DNA-Test (internationaler Standard). In unserem Labor steht jetzt die Untersuchung mittels PCR zur Verfügung, die wesentlich empfindlicher ist.
 
Neu ist die Möglichkeit, eine Impfung gegen einige HPV-Typen durchführen zu lassen.
 
Weiteres gibt es im Netz, neutral zu diesem Thema ist zum Beispiel Wikipedia.
 
Sinnvoll ist sicher ein ausführliches Gespräch mit uns.

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