Impfungen

Impfleistungen
allgemein und für die Reise

Gerne überprüfen wir Ihren Impfausweis für die allgemein empfohlene Impfungen.
Was ist mit Impfungen bei Fernreisen? Wie ist das mit der Malaria oder dem Gelbfieber?
Welche Impfungen oder Vorbeugemaßnahmen sind sinnvoll oder sogar erforderlich?

Wir beraten Sie gerne individuell und kompetent bezüglich der allgemeinen und reisemedizinischen Impfungen. Dr. med. Jochen Langwasser vom Uro-Gyn-Zentrum Wuppertal - Wall verfügt über einen anerkannten Qualifikationsnachweis zur Impfberechtigung. Die Impfungen erfolgen nach den aktuellen Richtlinien der STIKO (ständige Impfkommission).

 

Allgemein empfohlene Impfungen

Tetanus*, Diphtherie*, Polio* (für Jugendliche) und Hepatitis B (für Jugendliche*).
*Die Kosten für diese Impfungen werden von Ihrer Krankenkasse übernommen.
 

Spezielle Impfungen

FSME² (Zeckenbiss), Tollwut, Influenza² (Virusgrippe), Röteln², Typhus, Pneumokokken.
 

HPV-Impfung

Siehe weiter unten.

Die Impfkosten wurden nicht oder nur in ²besonderen Fällen von der Krankenkasse übernommen. Hier gibt es Neuerungen, sicherheitshalber fragen Sie bitte auch Ihre Krankenkasse zu der Kostenübernahme. 
Für die medizinische Abklärung fragen Sie uns.

 

Allgemein empfohlene oder vom Reiseland geforderte Impfungen

Hepatitis A und B, Cholera, Gelbfieber³.
 Die Kosten für Beratung, Impfung und Medikament werden von der Krankenkasse nicht übernommen. Die ³Gelbfieberimpfung wird nur in staatlich anerkannten Impfstellen durchgeführt.

Aktuelle, wichtige medizinische Informationen für fast jedes Reiseziel finden Sie bei www.fit-for-travel.de
 
Bringen Sie bitte Ihren Impfausweis mit und fragen Sie bitte die Helferin oder mich.
 

Grippeschutz durch Impfung – UNBEDINGT DARAN DENKEN

Noch immer nehmen viele über 60jährige Menschen und chronisch Kranke an der jährlichen Grippe-Schutzimpfung nicht teil. Medizinisches Personal weist übrigens die schlechtesten Durchimpfungsraten (15 Prozent) auf. Aber immerhin: Gut 15 Millionen Impfungen werden durchgeführt. Das bedeutet innerhalb der letzten zehn Jahre eine Steigerung um das Fünffache. Wahrnehmen sollte man die Chance, sich vor der gegenwärtig schlimmsten Infektionskrankheit mit der höchsten Mortalität zu schützen. Influenza, die Grippe, wird häufig genug auf die leichte Schulter genommen, da selbst einfache Erkältungskrankheiten schlichtweg als Grippe eingestuft werden. Eine Fehleinschätzung, die schwerwiegende Folgen haben kann. Influenza-A- und B-Viren verursachen ein plötzliches Auftreten eines schweren Krankheitsgefühls, das mit Fieber, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen und Husten einher geht. Die explosionsartige Vermehrung der Influenzaviren begünstigt die Übertragung der Infektion. Der Virus kann in jeder infizierten Zelle der oberen Atemwege innerhalb von nur 6 Stunden etwa 1.500 neue "Tochter"-Viren bilden, die sich ihrerseits im Organismus explosionsartig verbreiten. Massenhaft werden die Viren obendrein ausgeschieden, so dass es zu einer schnellen Ausbreitung in der Bevölkerung kommt.

Die so genannte AntigenDrift (Punktmutation) ist dafür verantwortlich, dass Antikörper der vorangegangenen Saison dieses Jahr nicht mehr wirksam sind. Deshalb ist die jährlich durchgeführte Schutzimpfung mit entsprechend eingestellten Impfstoffen erforderlich. Die AntigenShift ist ein weiteres Problem. Das ist der Genaustausch durch völlig neue Subtypen des Influenza-A-Virus. Hierin liegt der Grund für die etwa alle 10 bis 20 Jahre auftretenden Pandemien. Zusätzlich überschreitet der Virus noch die Artenbarriere, so geschehen 1997 in Hongkong: Vogelviren wurden unmittelbar auf den Menschen übertragen. Eine Pandemie blieb aus, weil der Virus nicht fähig war, sich vom Mensch zu Mensch auszubreiten.

Wer sich jetzt die Frage stellt, warum die Medizin es nicht schafft, die Influenza weltweit auszurotten (ähnlich den Pocken und bald auch bei der Poliomyelitis), dem muß geantwortet werden, dass dies nicht möglich ist: Das tierische Reservoir der Influenza-A-Viren ist einfach zu groß und nicht in den Griff zu bekommen. So bleibt nur die jährliche Schutzimpfung im Sinne einer präventiven Maßnahme und eine aufmerksame Beobachtung des möglichen Geschehens, was in Deutschland mit der AGI (Arbeitsgemeinschaft Influenza) sichergestellt ist. Das ist ein bundesweites Netz von 600 Arztpraxen, aus deren Meldungen die Experten relativ zeitnah Hinweise entnehmen und damit gegebenenfalls weitere notwendige Gegenmaßnahmen entwickeln können.
Inzwischen stehen fortlaufend verbesserte Impfstoffe zur Verfügung. Gerade in diesen Wochen haben die Hersteller neue Mittel auch zur Grippe-Behandlung vorgestellt.

Beitrag von IR, aus 'medizin heute' Heft 10/2002
 

Zur HPV-Impfung

Der Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) ist in Deutschland nach Brustkrebs die zweithäufigste Krebstodesursache bei jungen Frauen. Humane Papillomaviren (HPV) sind wiederum die Hauptursache von Gebärmutterhalskrebs und Genitalwarzen. Die HPV werden durch Geschlechtsverkehr übertragen und zählen zu den häufigsten sexuell übertragbaren Viruserkrankungen.

Der 1. Impfstoff Gardasil© wendet sich gegen die HPV-Typen 6, 11, 16 und 18, die insgesamt etwa 70 Prozent aller Gebärmutterhalskrebs auslösen. Ebenfalls gegen gegen HPV 6 und 11 richtet sich Gardasil©, die über 90 Prozent der Genitalwarzen verursachen.

Zurzeit wird die HPV-Impfung für Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
 Einige Krankenkassen bezahlen die Impfung auch bis 24 oder 26 Jahren oder noch später.
Bitte die eigene Krankenkasse fragen - gleiches gilt für die privaten Krankenkassen. Manchmal Ändern sich die Bedingungen kurzfristig. 
Die Krankenkassen informieren uns Ärzte zumeist nicht hierüber.

Es geht vor allem darum, durch die Impfung Teenager vor einer HPV-Infektion schützen, die sexuell übertragen wird. Der neue Impfstoff ist in den USA nur für alle Mädchen und Frauen im Alter von 9 bis 26 Jahren zugelassen. In Europa hingegen kann es zusätzlich auch bei Jungen zwischen 9 bis 15 Jahren eingesetzt werden. Sinnvollerweise sollte die Impfung (3x) vor dem ersten Geschlechtsverkehr erfolgen. Daher wird In den USA die Impfung für die weiblichen US-Teenager im Alter von 11 bis 12 Jahren empfohlen. Die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hatte Gardasil auf diesem Hintergrund bereits Mitte 2006 zugelassen.


Anwendung

Der 1. Impfstoff Gardasil© ist ein Impfstoff zur Prävention von hochgradigen Dysplasien (Zellveränderungen als Vorstufen des Krebswachstums) des Gebärmutterhalses, Gebärmutterhalskrebs, hochgradigen dysplastischen Läsion der Vulva (Krebsvorstufe der äußere Genitalorgane der Frau) sowie von äußeren Genitalwarzen, die durch die Typen 6, 11, 16 und 18 des humanen Papillomvirus (HPV) verursacht werden. Die Indikation beruht auf dem Nachweis der Wirksamkeit von Gardasil bei erwachsenen Frauen von 16 bis 26 Jahren und dem Nachweis der Immunogenität von Gardasil bei Kindern und Jugendlichen von 9 bis 15 Jahren. Die schützende Wirksamkeit bei Männern wurde nicht untersucht (Fachinformation).
Der 2. Impfstoff Cervarix© wurde Herbst 2007 zugelassen.
Der Impfschutz richtet sich gegen die beiden Hoch-Risiko-Typen 16 und 18 und soll ab 10 Jahren, ohne Altersbegrenzung zugelassen werden.
Möglicherweise ist der Impfschutz länger andauernd.

Eigenschaften

Der Impfstoff besteht in seiner Struktur virusähnliche Partikel der HPV-Viren. Die Partikel sind nicht infektiös, sie verursachen jedoch eine Immunreaktion des Körpers.

Dosierung

Die Grundimmunisierung besteht aus 3 Einzeldosen zu je 0,5 ml, die gemäß folgendem Schema verabreicht werden: 0, 2, 6 Monate. Sollte ein hiervon abweichendes Impfschema erforderlich sein, ist die zweite Dosis frühestens einen Monat nach der ersten und die dritte frühestens drei Monate nach der zweiten Dosis zu verabreichen. Alle drei Dosierungen Dosen sind innerhalb von 12 Monaten zu verabreichen. Ob eine Auffrischimpfung erforderlich ist, ist derzeit noch nicht bekannt. Der Impfstoff Gardail ist intramuskulär (i.m.) zu verabreichen (Fachinformation)

Nebenwirkungen

Die sehr häufigsten Nebenwirkungen waren: Fieber, Reaktionen an der Injektionsstelle (Rötung, Schmerz, Schwellung, Blutung und Hautjucken).
 Gelegentlich (< 1%, 0,1%): Schwindel, Verhärtung, Brennen oder Taubheitsgefühl
Selten ( 0,01%, < 0,1%): Nesselsucht als allergische Reaktion, Gelenkentzündung 
Sehr selten ( < 0,01%): Krampf der Bronchialmuskeln.

Wirkung

Nach den bisherigen Erkenntnissen dieser Studien schützt Gardasil© zu 100 Prozent vor HPV 16 und 18, allerdings nur, wenn noch keine Infektion erfolgt ist (HPV-Test: Gebärmutterhals-Abstrich und Nachweis mittels PCR-Test).
Wirksamkeit bei Probanden mit bestehender oder vorangegangener Infektion: Für Probanden, die bei Studieneinschluss PCR-positiv und/oder seropositiv waren, gibt es keinen hinreichenden Beleg für einen Schutz vor Erkrankungen durch die entsprechenden HPV-Typen. Personen, die sich vor der Impfung bereits mit einem oder mehreren Impfstoff-HPV-Typen infiziert hatten, waren jedoch vor einer klinischen Erkrankung durch die übrigen Impfstoff-HPV-Typen geschützt (Fachinformation). Die Hersteller betonen, dass die Impfung kein Ersatz für Routineuntersuchungen zur Gebärmutterhalskrebs-Vorsorge ist.

Fazit

Gebärmutterhalskrebs ist in Deutschland nach Brustkrebs die zweithäufigste Krebstodesursache bei jungen Frauen. Gebärmutterhalskrebs ist häufig durch HPV-Viren verursacht. Daher sind die neuen Impfstoffe gegen die HPV-Viren ein wichtiger Schritt bei den Vorsorge-Massnahmen gegen Gebärmutterhalskrebs.

Nach den bisherigen Erkenntnissen schützt die Impfung Frauen, die sich noch nicht mit dem im Impfstoff vorhandenen HPV-Typen angesteckt haben. Die Wirksamkeit bei Frauen mit bestehender oder vorangegangener HPV-Infektion ist noch nicht hinreichend belegt. Daher würde die Impfung vor allem bei jungen Mädchen und Frauen, die noch nicht sexuell aktiv sind, Sinn machen. Oder auch bei Frauen mit bevorstehendem Partnerwechsel.

Siehe auch allgemeine Informationen zur HPV-Infektion.

Beitrag modifiziert von Medknowledge, 1.2007.

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