Toxoplasmose
 und Schwangerschaft?

Die Toxoplasmose ist eine Infektionskrankheit, die durch den Erreger "Toxoplasma gondii" von der Mutter auf das ungeborene Kind übertragen werden kann. Eine Infektion erfolgt hauptsächlich durch Katzenkontakt (Katzenkot) oder durch den Genuß von rohem Fleisch (Mett oder Tartar, Schinken, Salami) oder nicht durchgebratenem Fleisch sowie ungewaschenem Obst, Gemüse und Salat.

In Deutschland haben ca. 45-50% der Frauen im gebärfähigen Alter diese Erkrankung unbemerkt durchgemacht und sind daher geschützt. Bei einer Erstinfektion in der Schwangerschaft können schwere Mißbildungen mit Gehirnschäden und Erblindung beim Ungeborenen entstehen.

Ein Therapie erfolgt mit speziellen Antibiotika.

Durch eine Blutentnahme zu Beginn der Schwangerschaft können wir frühzeitig feststellen, ob bereits Antikörper (Abwehrstoffe) gegen Toxoplasmose gebildet wurden, Sie also bereits eine Toxoplasmoseinfektion in der Vergangenheit durchgemacht haben.

Diese Untersuchungen gehören nicht zur routinemäßigen normalen Schwangerschaftsvorsorge und die Kosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen. Die Kosten belaufen sich auf etwa 31 EURO
 (Beratung und Blutentnahme: 15 EURO; Laboruntersuchung: 18 EURO).

Ist der Test positiv, werden also Antikörper nachgewiesen, sind weitere Untersuchungen nötig, um abzuklären, ob es sich um eine jetzt frische oder um eine alte Infektion handelt. Dieses kann dann zu Lasten der Krankenkasse durchgeführt werden.

Bei fehlender Immunität sollten weitere Kontrolluntersuchungen in der Schwangerschaft (ca. 20. und 30. SSW) erfolgen, damit eine neue, akute Infektion frühzeitig erkannt und behandelt werden kann.

Fragen Sie bitte die Helferin oder Dr. med. Jochen Langwasser vom Uro-Gyn-Zentrum Wuppertal - Wall.

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