Krankheitsbilder

Nierensteine

Im Gegensatz zu früher werden die meisten Nierensteine dank moderner Ultraschallgeräte früh erkannt. 

Die heutigen Verfahren der Steinentfernung sind bis zu einer gewissen Steingröße die Zertrümmerung mittels Ultraschallstoßwelle (sog.ESWL) oder die endoskopische Steinentfernung. 

Nur noch weniger als ein Prozent aller Steine werden offen operativ entfernt. Wussten Sie, woraus die meisten Steine bestehen? 

Calcium und Oxalat. Zur Vermeidung von Nierensteinen ist außer einer genügend großen Trinkmenge pro Tag auch die Ernährung wichtig.

Informationen hierzu finden Sie unter:
www.dge.de der deutschen Gesellschaft für Ernährung.

Gutartige Prostatavergrößerung

Die häufigste "Plage" des alternden Mannes sind Störungen der Blasenentleerung durch die gutartige Prostatavergrösserung. Unvollständige Blasenentleerung, gehäufte Blasenentzündungen, so wie vermehrtes nächtliches Wasserlassen sind die Symptome.

Was kann "Mann" tun?
Viel beworben sind pflanzliche Produkte aus Kürbissamen und Sägepalmextrakt, die häufig als erste Naturarzneien eingesetzt werden. Nach einiger Zeit müssen dann Pharmapräparate synthetischer Natur zur Hilfe gezogen werden. Hilft auch diese Medikation nicht mehr, so steht als letzte Instanz die Prostataschälung durch die Harnröhre (sog. TUR-Prostata) zur Verfügung. Immer wieder gab es in der Vergangenheit alternativ angebotene Techniken, die jedoch letzlich dem "Goldstandard" TUR- Prostata unterlegen waren. Seit einiger Zeit jedoch entwickelt sich die sog. "Greenlight-Laser-TUR" zu einer echten Alternative für Patienten mit stark erhöhtem Operationsrisiko. Die Behandlung wird von den urologischen Kliniken der Region (Leverkusen /Wuppertal / Schwelm), mit denen wir eng zusammen arbeiten, seit einigen Jahren angeboten. Nach aktuellen Statistiken leiden vier von fünf Männern leiden im Alter an dieser Volkskrankheit.

Prostatakrebs

Der Prostatakrebs gehört zu den häufigsten Krebsarten des Mannes. Obwohl er langsam wächst, ist die Vorsorgementalität ein arges Übel: Nur 20-30% aller Männer gehen zur Vorsorge: Dabei ist diese im Lebensalter zwischen dem 45. und 70. Lebensjahr so wichtig. 
Der Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart des Mannes. Pro Jahr Erkranken in Deutschland 60.000 Männer neu, 11.000 sterben daran.


Der Prostatakrebs ist zwar ein langsam wachsendes Karzinom, aber in der genannten Altersgruppe ist die Früherkennung deswegen so wichtig, weil in diesem Alter die sog. "Komorbiditäten" fehlen. Das soll heißen: Wenn Sie 80 Jahre sind, und an einem Prostatacarcinom erkranken, hat das in der Regel keine lebensverkürzenden Folgen, da ein Mensch dieses Alters auch an Bluthochdruck, Herzerkrankungen und ähnlichem leidet.



Die Deutsche Gesellschaft für Urologie empfiehlt darum: Gehen Sie jährlich in dieser Altersgruppe zur Vorsorge!

Ambulantes Operieren

Die ambulanten Sterilisationsoperationen finden nach Absprache in unseren Praxisräumen in Lennep statt, die OP Tage sind immer Donnerstags am Nachmittag.

Inkontinenz

Inkontinenz ist vor allem beim weiblichen Teil der Patienten ein unausgesprochenes Thema. Viele Frauen nach den Wechseljahren, bevorzugt solche, die eine Gebärmutterentfernung (sog. Totaloperation) hinter sich haben, leiden unter diesem Problem: Beim Husten oder Niessen, beim Treppensteigen, ja selbst beim Lachen oder Heben von schweren Lasten verliert man Urin. Dies wird meist schamhaft verschwiegen, manchmal selbst dem langjährigen Partner gegenüber. Die Folgen sind eine stark eingeschränkte soziale Aktivität. Aus Angst vor Gerüchen oder sichtbaren Folgen (nasser Hose) beginnt eine Kontakteinschränkung, die manchmal in starker Isolation mündet. 



Moderne Diagnostik und Therapie mit stark weiterentwickelter Pharmakotherapie oder operativer Therapie kann hier manchmal Wunder wirken, wenn man (frau) sich nur traut, darüber zu sprechen. Fassen Sie sich ein Herz!!!

 Auch bei der Therapie der sogenannten Dranginkontinenz gibt es ausser der Pharmakotherapie wirksame Hilfen mittels elektrisch stimuliertem Beckenbodentraining.

Ein spezielles Thema ist die Inkontinenz bei Kindern, insbesondere bei denen im nicht schulpflichtigen Alter. Hier arbeiten wir eng mit kompetenten Kliniken im regionalen Raum zusammen, die sich auf dieses Thema spezialisiert haben.

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